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Zwischenräume

Was bedeutet Verantwortung, wenn niemand mehr entscheiden will?

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Stählerne Stützen tragen eine Berliner Hochbahn

Eine Entscheidung wird vertagt oder von einer Besprechung in die nächste getragen. Der Eindruck entsteht, niemand wolle Verantwortung übernehmen. Bevor daraus ein Urteil über Menschen wird, lohnt sich der Blick auf ihren Auftrag und ihre tatsächlichen Möglichkeiten.

Aufgabe, Befugnis und Rückhalt

Wer eine Entscheidung verantworten soll, braucht die nötigen Informationen und Befugnisse. Ebenso muss geklärt sein, was bei widersprüchlichen Anforderungen geschieht und wer bei Schwierigkeiten unterstützt.

Eine Beispielsituation: Ein Team soll selbstständig über einen Ablauf entscheiden. Die Kosten darf es jedoch nicht freigeben. Solange unklar ist, wer das Budget verantwortet, bleibt die Entscheidung unvollständig. Mehr Mut allein löst diese fehlende Abstimmung nicht.

  • Wer hat den Auftrag, die Entscheidung zu treffen?
  • Welche Informationen und Befugnisse benötigt diese Person oder Gruppe?
  • Wer muss beteiligt oder informiert werden?
  • Wer trägt die Folgen mit, wenn sich die Entscheidung als ungünstig erweist?

Verantwortung besprechbar machen

Manchmal fehlt eine klare Zuständigkeit. Manchmal sind mögliche Folgen unübersichtlich oder frühere Erfahrungen erschweren die Entscheidung. Diese Unterschiede verdienen eine gemeinsame Betrachtung.

In der Begleitung arbeite ich mit den konkreten Situationen der Beteiligten. Daraus lassen sich Zuständigkeiten klären, Unterstützung vereinbaren und offene Entscheidungen benennen.

»Welche Entscheidung liegt bei mir – und welchen Rückhalt brauche ich dafür?«

Wo stimmen Verantwortung und Entscheidungsspielraum in Ihrem Arbeitsumfeld noch nicht überein?