Ein Workshop ist durchgeführt, eine Schulung abgeschlossen, ein neues Verfahren eingeführt. Damit ist zunächst eine Maßnahme umgesetzt. Ob sich die Zusammenarbeit verändert, zeigt sich in den Situationen danach.
Was soll im Alltag anders werden?
Der Begriff Transformation bleibt unbestimmt, solange offen ist, welches Verhalten, welcher Ablauf oder welche Entscheidung sich verändern soll. Ein konkreter Bezug hilft den Beteiligten, Erwartungen abzugleichen und die weitere Entwicklung zu beurteilen.
Eine Beispielsituation: Ein Team soll mehr Verantwortung übernehmen. Im Workshop werden Aufgaben neu verteilt. In der nächsten Besprechung genehmigt die Führungskraft weiterhin jeden einzelnen Schritt. Jetzt braucht es eine Klärung: Welche Entscheidungen darf das Team eigenständig treffen? Wo ist Rücksprache nötig? Und wie gehen alle mit einer Entscheidung um, die anders ausfällt als erwartet?
- Was soll nach der Maßnahme konkret anders geschehen?
- Welche bisherigen Regeln unterstützen oder erschweren das?
- Wer benötigt welche Befugnisse und Unterstützung?
- Wann werden die Erfahrungen gemeinsam ausgewertet?
Die Umsetzung gehört zum Auftrag
Methoden und Workshops können die Arbeit unterstützen. Ihr Beitrag lässt sich besser einschätzen, wenn Ziel und anschließende Erprobung vereinbart sind. Auch Schwierigkeiten liefern dann Informationen darüber, was noch fehlt.

»Was werden wir nach dem Workshop im nächsten Arbeitsgespräch anders machen?«
Welche Veränderung ist in Ihrem Umfeld bereits im Alltag erkennbar – und welche bisher vor allem angekündigt?
